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TOURENBERICHTE

Motorradtour Lahn

Die Lahn mit Bock und Kahn


Die Lahn mit Bock und Kahn-Motorradtour Lahn


Beim Touren im Sauerland, dem Westerwald und dem Taunus haben wir schon oft die Lahn überquert oder sind ein Stück an ihr entlang gefahren. Das sie von der Quelle bis zur Mündung nur 80 Luftlinien-, aber knapp 250 Streckenkilometer zurücklegt, gefällt uns Bikern. Wer könnte besser als wir verstehen, dass nicht die kürzeste Strecke, sondern die schönste und kurvigste gefragt ist?

Schon bei der Planung ihres Laufs scheint die Lahn an die Motorradfahrer gedacht zu haben. Der Weg ist das Ziel und dieser Weg muss Spaß machen. Auch die mittelalterlichen Architekten griffen diese Gedanken auf und zauberten Burgen, historische Altstädte und Schlösser auf ihre Pläne, die in solcher Vielfalt auf kürzester Distanz selten zu finden sind.

Bikereinsamkeit

Diese Atmosphäre entschädigt bei den Kaffee- und Kulturpausen für das Fehlen von klassischen Motorradtreffs. Bikereinsamkeit entsteht ohnehin nicht, da es kaum ein attraktives Plätzchen gibt, vor dem parkende Bikes fehlen. Also, Gleichgesinnte allerorts.Unser flüssiger Begleiter startet am Forsthaus Lahnquelle in der Nähe von Netphen, wo sich nach dem Motto „Gemeinsam sind wir stark“ mehrere Rinnsale zum Projekt Lahn zusammenschließen. Auf schönen Motorradwegen führt uns unsere Tour Richtung Bad Laasphe und Biedenkopf, das die Fans historischer Altstädte zum ersten Halt veranlasst. Von hier empfiehlt sich ein Abstecher auf die Sackpfeife, womit nicht das örtliche Bordell, sondern der 674m hohe Hausberg mit der kurvenreichen Auffahrt gemeint ist.

Gastrostopps

Die Lahn läuft jetzt parallel zur vielbefahrenen Bundesstraße Richtung Marburg und Gießen. Deshalb biegen wir früh genug auf ein Teilstück der Motorradstraße Deutschland (MSD) und erreichen die Universitätsstadt Marburg auf ansprechenden Motorradwegen. Die Vorteile eines hohen Studentenanteils werden am Gastronomieangebot eindrucksvoll aufgezeigt. Vor etwas über 750 Jahren wurde hier am historischen Marktplatz das Land Hessen ausgerufen. An der Stadt Gießen kann man getrost vorbeifahren, denn diese hätte bei der Wahl zur unattraktivsten Stadt Deutschlands sicher die Chance auf einen Spitzenplatz. Als Entschuldigung muss immer die starke Zerstörung nach dem 2. Weltkrieg herhalten. Von Wetzlar bis Limburg zieht die Lahn einen Trumpf nach dem anderen. Vernetzt mit den feinsten Verbindungsrouten verschiedenster Motorradkategorien locken Haltepunkte aller Art. Ob die Kubacher Kristallhöhle, das Schloss Braunfels, die Altstadt von Weilburg oder die Burg von Runkel, jeder Stopp ein Treffer. Auch die gastronomischen Genüsse kommen nicht zu kurz. Nicht nur mit ihrem „kulinarischen Herbst“ fördert eine regionale Wirtekooperation den Spaß an heimischen Spezialitäten. Also genügend Gründe für einen Gastrostopp.

Kanu-Revier

Gut gefüllte Energiedepots sind zum einen wegen der immer anspruchsvoller werdenden Route, zum anderen wegen der Möglichkeit zur Kanutour nötig. Die Lahn ist nämlich Deutschlands Kanurevier Nr.1 und so gibt es etliche Möglichkeiten ein entsprechendes Wasserfahrzeug zu mieten und sich den Kurven der Wasserstraße hinzugeben. Wie beim Motorrad gibt es die Möglichkeiten entspannt oder sportlich voranzukommen. Nur wenn’s mal nass wird, dann richtig und nicht tröpfchenweise. Vom ebenfalls besuchenswerten Limburg aus, bewegen wir uns unaufhaltsam Richtung Lahnstein, dem Mündungsort der Lahn in den Rhein. Zuvor stehen aber noch die Lahnperlen Nassau und Bad Ems auf dem Programm. Alleine die unterschiedlichen Möglichkeiten sich diesen fahrtechnisch zu nähern, macht eine Motorradreise hierher zum Muss. Die bekannteste ist mit Sicherheit die über das Gelbachtal aus Richtung Montabaur. Ein Besuch des „Motorradmuseum Montabaur“ in Wirzenborn ist dabei Pflicht. Der fachkundige Inhaber und Restaurator lässt die altgedienten Veteranen in neuem Licht erscheinen und auch so mancher Fahrer eines Supersportlers sieht hier die Wurzeln seiner draußen parkenden Rakete stehen.

Nur für Könner

Ein echter Geheimtipp ist die Strecke über Winden nach Nassau. Tierisch gute Bremsen sind gefragt, denn es geht brachial steil und höllisch kurvig hinab zur Lahn. Nicht gerade eine Einsteigerstrecke. Neulinge sollten lieber die B260 Richtung Holzhausen bevorzugen, denn für eine Bundesstraße hat diese alles, was eine gut ausgebaute Motorradstrecke braucht.

Ein Kaffee in Nassau oder Bad Ems sollten jetzt auf dem Tourplan stehen. Der Lederanzug des Bikers ist auch im mondänen Bad Ems inzwischen keine Seltenheit mehr, fürs Spielkasino reicht er allerdings nicht.

So erreichen wir schließlich Lahnstein und haben die Qual der weiteren Streckenwahl. Rhein, Mosel, Westerwald, wir sind wirklich mittendrin im Tourenparadies. Da die Herfahrt so viel Spaß gemacht hat, wählen wir aber für die Rückfahrt eine ähnliche Route. Und dann geht’s  noch mal mit dem Kahn über die Lahn. 

Text: Klaus Hinterschuster

Fotos: Dietmar Edel, Lahn-Taunus-Touristik

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BILDER MOTORRADTOUR LAHN

nassau_ausblick
Kurve2
Kanu1
Burg.Nassau.im
Biergarten

KOMMENTARE

Friedmut 25.05.10
Friedmut 25.05.2010 würde die Tour gern am Wochenende fahren.Leider keine Karte, noch ein Hinweis zum download.
 

Riedninja 25.05.10
Wo kann man die Tour denn nun downloaden ?
 


Brillenguru 22.05.10
Schön geschrieben, es stimmt, der Taunus ist sehr empfehlenswert, ruhig mal von der Lahn weg in den Taunus fahren und dann wieder zurück. Wenig Verkehr , Streckenführung toll, Asphalt dem heutigen westdeutschen Standard entsprechend teilweise schlecht.. Keine Blitzer. Es lohnt sich. Die beschrieben Könnerstrecke ist nicht schlimm, sondern nur geil.Man sollte von Nassau nach Winden fahren und dann von Winden nach Weihnähr( Ende Gelbachtal). Lohnenswert ist der Besuch des Yellow Submarines in Bad Ems , Römerstr. 10. Bistro , Cafee und Beatles Museum. Jörg aus Bad Ems
 

 
 
 

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