TECHNISCHE DATEN

ModellHammer /S, Bj. 2010-
HerstellerVictory
KategorieChopper/Cruiser
Zylinder2
Hubraum1731 ccm
Leistung66 KW kw
Bei Drehzahl4900 U/Min
Drehmoment140 NM
Bei Drehzahl2950 U/Min
SekundärantriebRiemen
Anzahl Gänge6
Federweg vorn/hinten130 mm/100 mm
Reifen vorn130/70R18
Reifen hinten250/40R18
Sitzhöhe673 mm
Leergewichtk.A.
Trockengewicht305 kg
Zul. Gesamtgewicht532 kg
Tankinhalt17,0 l

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TESTBERICHTE

Vergleich Victory Hammer S und Triumph Thunderbird Storm

Hammer oder Sturm?


Hammer oder Sturm?-Vergleich Victory Hammer S und Triumph Thunderbird Storm


Triumph hatte mit der Thunderbird den bis dato größten Reihenzweizylinder im Programm. Damit nicht genug, brachten die Briten für diese Saison die Thunderbird Storm auf den Markt, die es auf serienmäßig auf 1700 Kubik bringt und ihre Schwester um deren 100 übertrifft. Mit solchen Kleinigkeiten hält sich die Victory Hammer S nicht auf. Bei Victory teilen sich alle Modelle im Grunde genommen den gleichen Motor und der hat bei uns schon immer ein Volumen von 1,7 Litern. Damit haben beide mehr als so manches Auto. Ist Hubraum mal wieder durch nichts zu ersetzen?

Eindruck Hammer S und Thunderbird Storm

Triumph setzt die Thunderbird Storm auch optisch deutlich vom Schwestermodell ab. Die Storm kommt komplett in Schwarz daher. Lediglich Auspuff, Lenker und Gabelrohre sind verchromt. Auch der Motor hüllt sich in Mattschwarz, nur die Kühlrippen tragen dezentes Aluminium. Der Lenker ist im Vergleich zur Thunderbird gerade und nicht geschwungen. Die Böse-Buben-Optik verstärkt dann noch die ebenfalls in Schwarz gehaltene Doppelscheinwerfereinheit. Die Schwester mag sie mit diesem Aussehen ja zum Softi abstempeln, aber die Hammer S zeigt wo der Optik-Hammer hängt. Neben der Victory wirkt die Thunderbird Storm wie ein Tanzschüler in Fransenlederjacke. Auch die Victory verkneift sich weitgehend jeglichen Chromzierat. Rahmen, Motor, Auspuff, Lenker, Gabelrohre: alles in Schwarz, meistens noch Matt. Lediglich die Instrumente stecken in verchromten Haltern. Tank und Fender sind allesamt in Rot/Schwarz gehalten, ebenfalls in Matt. Dazu wirkt die Victory flacher und gestreckter als die Triumph. Hier bauen Tank und Lenker höher, was das Motorrad kompakter erscheinen lässt. Tatsächlich übertrifft die Hammer S die Thunderbird Storm in der Länge gerade mal um 2 cm. Ein Fall für 2 sind beide nicht. Soziusplatz und –Fußrasten darf man getrost unter Alibi verbuchen. Die Fahrer sind cruisertypisch untergebracht. Die Fußrasten sind weit vorne platziert, die Lenker ebenso. Auf der Triumph findet sich der Fahrer sofort zurecht und auch bequem untergebraucht. Die Sattel ist breit und weich gepolstert ohne sich auf längerer Strecke durchzusitzen. Die Victory bietet die noch lässigere Sitzposition, Beine und Arme müssen etwas mehr gestreckt werden. Was auf den ersten Metern noch cool wirkt, wird auf Dauer doch anstrengend. Zumal der Fahrersitz mit einer hartnäckigen Kante im hinteren Bereich aufwartet.


Motoren Triumph und Victory

Was die Motoren betrifft, ähneln sich die Eckdaten auf den ersten Blick. Die Thunderbird Storm bringt es auf 1.699 Kubik und leistet 98 PS bei moderaten 5.200 Umdrehungen. Das Drehmoment von 156 NM liegt sogar schon bei 2.950 Umdrehungen an. Die Hammer S bringt es auf 89 PS und 153 NM Drehmoment aus 1.731 Kubik, das Drehzahlniveau ist nahezu identisch. Geschaltet wird bei beiden über ein 6-Gang-Getriebe, beide treiben das Hinterrad über einen Zahnriemen an. Größter augenfälliger Unterschied: die Triumph hat einen flüssigkeitsgekühlten Paralleltwin und die Victory einen luftgekühlten V2. Der V2 legt dann auch mächtig los. Den allertiefsten Drehzahlkeller mochte der Victory-V2 noch nie so wirklich, ist auch bei der Hammer S nicht anders. Aber ab ca. 2.000 Umdrehungen schiebt sie mächtig nach vorne und zieht dem Fahrer die Arme lang. Die Beschleunigung ist gewaltig, auch obenrum legt die Victory ordentlich zu. Dabei sollte man jedoch bedenken dass mit obenrum Drehzahlbereiche bis maximal 5.000 U/Min gemeint sind. Weniger schön ist das bockige Ruckeln im Lastwechselbereich. Speziell bei Langsamfahrt nervt die Hammer und hopst vor und zurück. Dann hilft nur vorsichtig Gas geben und mit der Kupplung fein dosieren. Mit solchen Kleinigkeiten hält sich die Storm nicht auf. Mag die Hammer S auch cooler aussehen, der wahre Hammer im Vergleich ist der Motor der Triumph. Drehzahl? Egal! Gang? Auch egal! Einfach am Gas drehen und schon wird der Sturm entfesselt. Die Triumph schüttelt die Pferde gleich herdenweise aus dem Ärmel. Auch aus dem tiefsten Drehzahlkeller bollert die Thunderbird los wie von der Tarantel gestochen. Immer wieder lässt man sich zurückfallen, dreht den Hahn auf und grinst sich einen ob der Show. Dabei läuft der Motor dennoch kreuzbrav. Keine nervigen Lastwechsel, kein Geruckel, keine ermüdenden Vibrationen. Einfach nur Power, Power und nochmals Power. Auch beim Getriebe gibt die Triumph der Victory das Nachsehen. Grundsätzlich lässt sich die Victory deutlich besser schalten als dies bei früheren Testmodellen der Fall war. Aber auch die Hammer S hat noch Luft nach oben. Die Gänge wollen immer noch mit Kraft eingelegt werden, die Geräuschkulisse könnte auch dezenter sein. Die Triumph macht es dem Fahrer deutlich einfacher. Auch sie klonkt schon mal, die Gangwechsel gehen aber deutlich leichter und zuverlässiger von statten.

Fahreindrücke

On the road setzt sich der Eindruck fort. Auf der Thunderbird Storm geht alles leichter von der Hand. Draufsetzen und losfahren, alles geht wie von alleine. Das Gewicht von immerhin 339 kg scheint wie weg geblasen. Für einen Cruiser lässt sich die Triumph wieselflink bewegen, fällt geradezu handlich von einer Schräglage in die andere. Dummerweise haben die Fußrasten etwas dagegen. Die scheinen gefühlt schon im Stand aufzusetzen. Glücklicherweise klappen die Rasten weg, denn nach kurzer Zeit sind die Angstnippel weg und man arbeitet die Raste ab. Das Fahrwerk ist dabei keine Sänfte und hält die Storm weitgehend stabil auf Kurs. Üblicherweise sind Cruiser ja eher etwas für die gemütliche Ausfahrt. Nicht so die Thunderbird. Mit der lässt man schon mal krachen. Natürlich im Rahmen der Möglichkeiten. Da kann die Victory nicht ganz mithalten. Auch in Bewegung fährt jedes einzelne Kilo der 305 kg Gesamtgewicht spazieren. Die Hammer wirkt im Vergleich viel schwerer als die Triumph. Schuld daran ist der fette 250er Hinterreifen. Der nimmt der Fuhre nämlich jede Handlichkeit. Die Hammer will mit Kraftaufwand in Schräglage gebracht und mit ebensolchem auch dort gehalten werden. Gewöhnungsbedürftig ist auch ihre Eigenart größere Bögen fahren zu wollen als es der Pilot beabsichtigte. Auch hier grüßt der breite Schlappen. Gewinnt man erst einmal Vertrauen, lässt es sich aber auch mit der Hammer S gut um die Ecken zirkeln. Dank der straffen Abstimmung des Fahrwerks zieht sie stabil ihre Bahn und bietet dabei deutlich mehr Schräglagenfreiheit als die Thunderbird. Beide Kontrahentinnen bremsen gut, aber nicht überragend. Hier lassen sich die vielen Pfunde einfach nicht kaschieren. Die Thunderbird bietet immerhin optional ein ABS an, für die Hammer gibt es keinen Blockierverhinderer.

Fahrzit

Die Triumph Thunderbird Storm gewinnt diesen Vergleich klar nach Punkten. Der Motor ist einfach eine Wucht, dazu lässt sie sich noch kinderleicht bewegen. Jetzt noch ein wenig mehr Schräglagenfreiheit und der Tester ist glücklich. Die Victory Hammer S hat genau in den Bereichen ihre Stärken die nicht mit Punkten zu bewerten sind. Sie ist einfach cooler und lässiger. Der Motor hat ebenfalls ordentlich Power, zickt aber gemeinsam mit dem Getriebe auch mal rum. Letztendlich sind beides tolle Motorräder mit eigenständigem Charakter. Wie immer gilt: wer die Wahl hat, hat die Qual!

Text & Bilder: Matthias Hirsch

28.5 5 bei 2
 

BILDER VERGLEICH VICTORY HAMMER S UND TRIUMPH THUNDERBIRD STORM

Vergleich Triumph ...
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