TECHNISCHE DATEN

ModellTiger 800, Bj. 2011-
HerstellerTriumph
KategorieEnduro/Reiseenduro
Zylinder3
Hubraum799 ccm
Leistung70 KW kw
Bei Drehzahl9300 U/Min
Drehmoment79 NM
Bei Drehzahl7850 U/Min
SekundärantriebKette
Anzahl Gänge6
Federweg vorn/hinten180 mm/170 mm
Reifen vorn110/80 ZR19
Reifen hinten150/70 ZR17
Sitzhöhe810 mm
Leergewicht210 kg
Trockengewichtk.A.
Zul. Gesamtgewichtk.A.
Tankinhalt19 l

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TESTBERICHTE

Triumph Tiger 800

Ein Drilling für alle Fälle


Ein Drilling für alle Fälle-Triumph Tiger 800


Triumph verfolgt mit der Tiger 800 und dem Schwestermodell 800 XC eine klare Strategie. Die F800GS von BMW soll Federn lassen. Natürlich zugunsten von Triumph. Die Tiger 800 übernimmt dabei die Rolle des Straßenräubers und wirft die typischen Triumphtugenden in die Waagschale. Vorneweg den neuen 800er Drilling.

Eindruck Triumph Tiger 800

Die Triumph Tiger ist ein ausgenommen schönes Motorrad. Glänzt auf den ersten und auch auf den zweiten Blick mit guter Verarbeitung und einem gelungenen Finish. Triumph hat gleich zwei neue Katzen aus dem Sack gelassen. Die Tiger 800 XC spricht mit ihrer Auslegung auch den Enduristen an, die Tiger 800 ist mehr straßenorientiert ausgelegt. Die wesentlichen Unterschiede: 19- statt 21-Zoll-Vorderrad, kürzere Federwege und einen anderen Lenker nebst anderer Positionierung. Die Sitzhöhe sinkt dadurch von 845 auf 810 mm, was immer noch recht hoch ist. So hat man denn auch den Eindruck eher auf als in dem Motorrad zu sitzen. Dennoch findet der Fahrer einen formidablen Arbeitsplatz vor. Der Lenker ist relativ flach montiert und liegt gut in der Hand. Die Instrumente sind die triumphübliche Kombination aus analogem Drehzahlmesser und digitaler Geschwindigkeitsanzeige. Sie sehen nicht nur gut aus sondern sind auch jederzeit gut ablesbar. Gleiches gilt für die Bedienelemente, alles findet sich wo man es sucht und bedient sich ohne Studium der Betriebsanleitung. Natürlich hat auch die Triumph Tiger 800 ihren Preis: 8.790 Euro müssen den Besitzer wechseln, will man die Triumph Tiger sein eigen nennen. ABS gibt es leider nur gegen Aufpreis (600 Euro), sollte aber unbedingt an Bord sein. Damit liegt die Triumph inkl. dem Blockierverhinderer exakt 1.470 Euro unter der F800GS, bei der ABS ebenfalls extra gezahlt werden muss.


Motor Tiger 800

Im Grunde genommen, kann man die Beschreibung abkürzen: einfach nur der Hammer! Der Dreier ist das Sahnestück der Tiger. Kraft in allen Lagen, guter Durchzug und dazu noch drehfreudig. Aber wer will schon abkürzen. Vorbild für den 799 Kubik großen Reihendreier war der Motor der Street Triple. Der 800er ist nämlich kein aufgebohrter 675er, sondern eine Neuentwicklung. Und zwar eine die sich gelohnt hat. Der Drilling hängt herrlich direkt am Gas ohne deshalb ruppig zu wirken. Man muss nur mit der rechten Hand zucken, schon geht’s vorwärts. Direkter geht’s kaum. Schon bei niedrigen Drehzahlen liegt ordentlich Power an, Drehzahlorgien sind im Grunde genommen nicht nötig. Aber die Drehfreude des Motors verleitet einfach dazu. Mit wachsender Drehzahl steigt sowohl die Soundkulisse als auch die Gänsehaut die diese erzeugt. Einzig störendes Geräusch: das ständige Pfeifen des Primärantriebs. Aber man kann nicht alles haben. Dafür läuft der Dreizylinder über den gesamten Drehzahlbereich ohne nennenswerte Vibrationen. Auch wenn der 800er nicht ganz die Drehfreude der Street Triple erreicht, kann ich mir sehr gut eine 800er Street Triple vorstellen.

Fahreindrücke

Triumph hat die Tiger 800 als Straßenmaschine auf den Markt gebracht. Dennoch basiert die Auslegung auf den üblichen Eckdaten einer Reiseenduro. So dreht sich vorne eine 19-Zöller. Eine Kawasaki Versys setzt hier auf einen 17er. Wirklich Reiseenduro will die Triumph Tiger aber dennoch nicht sein. Und wie sagte schon der Bürgermeister unserer Bundeshauptstadt: und dass ist gut so! Das ganze Paket ist eher auf flotte Landstraßenfegerei ausgelegt, was die Reisequalitäten allerdings nicht schmälert. Der Begriff Reiseenduro hat für mich etwas Behäbiges und das geht der Triumph komplett ab. Im Gegenteil, sie glänzt mit hervorragendem Handling. Fast schon zu handlich. Gefühlt war sie im Handling etwas zu nervös, jedenfalls hatten wir bei den ersten Runden in Kurven mehr Korrekturbedarf als üblich. Das Suzuki Mortorrad V-Strom die ebenfalls mit von der Partie war, brauchte deutlich weniger (im Grunde genommen gar keine) Eingewöhnung. Vielleicht liegt es an dem für ein Motorrad dieser Gattung doch recht tief montierten Lenker. Egal, liest sich wahrscheinlich schlimmer als es letztendlich war. Denn nach kurzer Eingewöhnung fliegt man gefühlt um die Ecken. Positiv wirkt sich dabei die trotz der immer noch langen Federwege die straffe Abstimmung des Fahrwerks aus. Dabei bleibt die Katze dennoch komfortabel und ist auch auf schlechten Straßen nicht bockig. Der formidable Motor sorgt für den Rest vom Straßenfest. Natürlich kann man auch gemütlich, aber das Gesamtpaket verführt immer wieder zur flotteren Gangart. Dazu passen auch die Bremsen. Unverständlich das Triumph Motorrad das ABS nicht serienmäßig verbaut, hier hätten sie BMW nicht nacheifern müssen.

Fahrzit

Wie nicht anders zu erwarten, liefert Triumph ein klasse Motorrad ab. Das Sahnehäubchen ist eindeutig der neue Dreizylinder. Er kombiniert guten Durchzug mit toller Drehfreude. Für mich etwas gewöhnungsbedürftig im Handling, begeisterte die Tiger 800 einen Redaktionskollegen ohne Ende. Der trägt als eingefleischter BMW-Fan ernsthafte Kaufabsichten mit sich herum. Ob es reicht der sehr beliebten F800GS ernsthaft Konkurrenz zu machen, muss man abwarten. Das Zeug dazu hat die Tiger in jedem Fall, zumal sie der Bayerin in Punkto Preis die lange Nase zeigt.

Text und Bilder: Matthias Hirsch

21.4 5 bei 11
 

BILDER TRIUMPH TIGER 800

Triumph Tiger 800
Triumph Tiger 800 01
Triumph Tiger 800 02
Triumph Tiger 800 03
Triumph Tiger 800 04
Triumph Tiger 800 05
Triumph Tiger 800 06
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Triumph Tiger 800 08
Triumph Tiger 800 09
Triumph Tiger 800 10
Triumph Tiger 800 11

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