TESTBERICHTE
Suzuki GSX-R1000
Flotter Flitzer
Abgesehen von dem neuen dem neuen Motor mit kürzerem Hub und dem neuentwickelten Chassis, reicht die 2009er Version leider nicht, wie wir es uns gewünscht hätten, an den Geist des Rennboliden und das Leichtgewicht der 2005er heran. Und auf der Rennstrecke ist sie immer noch weniger beweglich als die Konkurrenz. Obwohl sie auf der Rennstrecke mit der Beschleunigung einer Yamaha R1, Kawasaki ZX-10R oder Honda Fireblade nicht mithalten kann, fährt sie sich auf der Straße wesentlich besser – da ist sie bequem, berechenbar und immer noch rasend schnell.
Die Suzuki GSX-R1000 K9 bekam zum ersten Mal einen Kurzhub-Motor, der laut Herstellerangaben das gleiche Drehmoment und PS wie das alte Modell leisten soll. Der Leistungsprüfstand zeigt allerdings etwas weniger PS als das Vorjahresmodell: 180 PS am Hinterrad (185 PS Herstellerangabe). Beim Kurzhuber ist es im Vergleich zum Langhuber für die Rennteams einfacher den Motor zu tunen und die Drehzahlen „unfallfrei“ zu erhöhen. Die Leistung ist bei der neuen im mittleren Drehzahlbereich weniger brachial als bei der alten, hier kann man den Hahn jetzt getrost etwas früher und schneller aufreißen als vorher. Trotz des Kurzhubers sind aber noch immer genügend PS zum spielen übrig geblieben. Geometrisch betrachtet ist der Motor 59 mm kürzer geworden, die Schwinge, für besseren Grip am Hinterrad, etwas länger. Den gleichen Trick hat Honda bei der aktuellen Fireblade benutzt.
Auf der Straße ist die Suzuki GSX-R1000 K9 dein Freund: komfortabel und sehr stabil, auch auf huckeligen Strecken. Das Handling ist berechenbar und große wie kleine Fahrer profitieren von der dreifach verstellbaren Fußrastenanlage. Wer allerdings in die ganz schnelle Gangart wechselt oder die Suzuki GSX-R1000 K9 auf der Rennstrecke fährt wird es beim Einlenken in die Kurven und bei flotten Richtungswechseln schwer haben. Obwohl die Bremse Monoblock-Sättel hat, wird sie unter starker Beanspruchung schwammig und zeigt nicht die Leistung, die sie haben sollte.
Die Suzuki GSX-R1000 K9 ist mit Showa´s Big Piston-Fork bestückt, die bisher nur in Suzuki´s Werksmaschine beim 8-Stunden-Rennen von Suzuka und Kawasaki´s ZX-6R gesichtet wurde. Die Showa ist leichter als herkömmliche Gabeln und hat innen einfachere Komponenten. Innen regelt in jedem Holm nur ein Zylinder Zugstufe und Dämpfung. Sie fühlt sich etwas klobiger als herkömmliche Gabeln an, arbeitet aber viel besser und je härter man fährt, desto besseres Feedback gibt es vom Vorderrad.
Weitere Highlights der Suzuki GSX-R1000 K9: neues Chassis, Bananenschwinge, voll einstellbares Federbein hinten, Monoblock-Vierzylinder-Bremszangen und die neue verkabelte Kupplung ersetzt die alte hydraulische.
Suzuki´s Motoren gelten als unzerstörbar und es darf gemutmaßt werden, dass der Motor der Suzuki GSX-R1000 K9, einmal angeschmissen, für immer und ewig weiterlaufen würde, ohne irgendwann fest zugehen. In der Gesamtverarbeitung ist Suzuki zwar gut, kann allerdings mit den Yamahas und Hondas dieser Welt nicht konkurrieren.
Traditionell waren die GSX-Rs am unteren Ende der Supersportler-Preisliste angesiedelt, aber das gilt nun nicht mehr (13.999 Euro). Aktuell ist sie teurer als die 2009er Honda Fireblade und Kawasaki ZX-10R – aber man bekommt wie gehabt viel Handling, Leistung und Spaß für seine Knete. Modellgeschichte
2001 – Original GSX-R1000
2005 – bissig, agil, leicht, schnell – noch immer das bester Modell
2007 – schwerste GSX-R1000 und mit Doppelauspuffanlage
Weitere Testberichte Suzuki Supersportler
Ähnliche Testberichte Supersportler


0
Suzuki hat hier ein sehr "kundenfreundliches" Bike auf die Beine gestellt.Ich hatte schon mehrfach die Gelegenheit dieses Bike zu fahren.Erstaunt war ich immer wieder über das gute Handling,selbst im Stadtverkehr,sowie die wunderbar gleichmäßige Kraftenfaltung.Das ermöglicht auch Fahrern ohne Rennsporterfahrung einen guten Umgang mit dem Fahrzeug.