TECHNISCHE DATEN

ModellSM 610, Bj. 2005-2006 (SM610)
HerstellerHusqvarna
KategorieSuper Moto
Zylinder1
Hubraum576 ccm
Leistung39 kw
Bei Drehzahlk.A.
Drehmomentk.A.
Bei Drehzahlk.A.
SekundärantriebKette
Anzahl Gänge6
Federweg vorn/hinten250/290
Reifen vorn120/70-17
Reifen hinten150/60-17
Sitzhöhe910 mm
Leergewichtk.A.
Trockengewicht142,5 kg
Zul. Gesamtgewichtk.A.
Tankinhalt12.5

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Kernig, kräftig, kurvensüchtig -Husqvarna LT 610e


LT 610e heißt die Husqvarna-Enduro mit den ausgeprägtesten Allroundei- genschaften. Doch auch mit Touren- tank, Topcase und straßenorientierter Bereifung kann die Italienerin ihr sportliches Naturell nicht verleugnen.

Fahrspaß vom Feinsten.

Am Anfang steht Skepsis. Die vorsichtige Frage nach der Autobahntauglichkeit der LT 610e quittiert Hansi Steinmassl mit einem Lächeln und beruhigenden Fakten: "Dank Ausgleichswelle und Ölpumpe ist das kein Problem mehr". Der Techniker vom deut- schen Husqvarna-Importeur Zupin Moto-Sport soll Recht behalten - die Husky ab- solviert die folgenden 500 Kilometer High- way ohne Ermüdungserscheinungen. Was wiederum nicht heißen soll, dass Schnell- straßen bevorzugtes LT-Revier sind. Denn in den obersten Drehzahlbereichen vibriert der flüssigkeitsgekühlte Eintopf derart, dass Autobahn-Richtgeschwindigkeit frei- willig als Dauertempo akzeptiert wird. Und zwar unabhängig davon, dass die mit üp- pigen Federwegen und hochgelegtem Frontkotflügel ausgestattete Husky auch bei Topspeed überraschend souverän ihre Bahn zieht. Ein weiteres Argument gegen den Missbrauch als Marathonbike ist, der Modellbezeichnung L(ong)T(ouring) zum Trotz, die Strafbank. Spätestens nach drei- viertelstündiger Fahrt meldet sich das mal- trätierte Gesäß zum ersten Mal nachdrück- lich: Die schmale und nur dürftig gepolster- te Unterlage zwingt bei längeren Sitzungen dazu, ausdauernd die Zähne zusammenzu- beißen und die Backen zusammenzukneifen.


Egal, entschädigt wird der Husqvarna-Reiter mit Fahrspaß vom Feinsten. Stichwort: Faszination Landstraße. Beispiel: Oden- wald. Ein ständiges Auf und Ab, kleine und kleinste, oft geflickte, in der Mehrzahl wun- derbar wellig-winklige Ausgaben der Spe- zies geteerter Wege. Enduroland eben. Satt zieht der von einem 40er Dell'Orto-Ver- gaser gespeiste Husqvarna-Einzylinder aus engsten Ecken, setzt selbst in der Dreh- zahltiefgarage die Befehle der Gashand wunderbar weich um. Hacken? Schlagen bei 2000 Umdrehungen? Mitnichten! Mit Macht, und doch zivilisiert, schiebt das 46-PS-Aggregat voran, kräftig der Antritt, Druck über den gesamten Drehzahlbereich, begleitet von herzerfrischend kernigen Klän- gen aus den beiden Leichtmetallschalldäm- pfern. Die Spurtstärke der LT resultiert nicht zuletzt aus dem eng gestuften Sechsgang-getriebe. Die Suche nach immer neuen Umwegen bestimmt die Routenplanung, im- mer feiner wird das Streckenschnittmuster. Locker schwingt sie durch Wechselkurven, für flottes Vorankommen sind keine Hexen- meister-Qualitäten gefragt. Bremsen, Ab- winkeln, Gas aufziehen, all das geht locker von der Hand. Längst hat die Husqvarna einen neuen Namen bekommen: L(igh)T statt Long Touring. Zu dem prägenden Leichtigkeitseindruck trägt neben der über- zeugenden Motorcharakteristik - nur das Ruckeln im Schiebebetrieb stört ein wenig - vor allem das für heutige Allroundenduros geringe Gewicht von 170 Kilogramm bei. Das Handling der Husqvarna erleichtern zudem die wenig Handkraft fordernde und präzise trennende Kupplung wie auch kurze Schaltwege. Allein die Leerlaufsuche ge- staltet sich gelegentlich etwas hakelig.

 

Untadelig ist das Fahrverhalten der LT. Die Abstimmung der konventionellen Marzoc- chi-Telegabel wie auch des Sachs-Feder- beins sind gelungen, das Resultat ist ein guter Mix aus Komfort und Stabilität. Reichliche Federwegsreserven für Buckel- pisten werden geboten, ohne dass sich das Fahrwerk auf welligem Untergrund auf- schaukelt. Neutral zieht die LT durch Kurven unterschiedlichster Radien, an Sou- veränität mangelt es in keinem Moment. Dazu tragen auch die Bremsen aus dem Brembo-Regal bei. Die Vierkolbenbrems- zange vorn beißt kräftig und gut dosierbar zu, das Einkolbenpendant im Heck gehört nicht zur giftigen Sorte. Die Pirelli-Pneus Marke MT60 harmonieren gut mit der LT und verkraften auch leichte Geländeaus- flüge. Letztere gestalten sich im Sattel der Husky angenehmer als mit den meisten anderen Allround-Enduros - mehr Federweg und weniger Gewicht bleiben zusammen mit sehr gut zu dosierender Motorleistung abseits befestigter Pfade nicht ohne Wirkung.

 

Wer die Probe aufs Exempel machen will, hat 7.264,44 Euro locker zu machen. Damit bewegt sich die Husqvarna LT 610e auf dem Niveau der BMW F 650 GS Dakar. Dafür gibt's unter anderem Edelstahlkrüm- mer, Schutz für die Gabelstandrohre, klapp- barer Schalthebel, abnehmbare Fußrasten- gummis, Sitzbank mit Schnellverschluss, angeschraubtes Rahmenheck aus Alu- minium, Leichtmetallschwinge und -felgen, Schmiernippel an den Umlenkhebeln und zwei Jahre Garantie. Und jede Menge Spaß. So bleibt am Ende des LT-Tests Begeisterung. Wer Allround nicht mit per- manenter Autobahnbolzerei und Gesel- ligkeit - die Soziustauglichkeit ist rein theoretisch - gleichsetzt, wird an der Husqvarna LT 610e seine Freude haben.

 

Text & Fotos: Leo Schlüter

 

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