TECHNISCHE DATEN

ModellROAD KING CLASSIC, Bj. 2007-2011 (FLHRC)
HerstellerHarley-Davidson
KategorieChopper/Cruiser
Zylinder2
Hubraum1584 ccm
Leistung55 kw
Bei Drehzahlk.A.
Drehmoment131 NM
Bei Drehzahl3500 U/Min
SekundärantriebRiemenantrieb
Anzahl Gänge6
Federweg vorn/hintenk.A.
Reifen vorn130/90 B16
Reifen hinten180/65 B16
Sitzhöhe715 mm
Leergewicht368 kg
Trockengewicht355 kg
Zul. Gesamtgewichtk.A.
Tankinhalt22.7

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TESTBERICHTE

Harley Davidson Road King Classic

Der King lebt


Der King lebt-Harley Davidson Road King Classic


Da stand sie nun. Die Harley Davidson Road King Classic in den Farben „deep tourquise/antique white, also in der Farbkombination Türkis/Weiß. Bereit für den vor uns liegenden Motorradtest. Im ersten Moment dachte ich ob der Farbgebung an ein Bonbon, aber die Road King hat es in den darauf folgenden Tagen mehrfach geschafft mich zu überraschen. Und zwar positiv.

Retro pur

Harley Davidson Road King Classic, schon der Name liest sich wie eine Geschichte. Nach Geschichte sieht die Road King Classic auch aus. Sie erinnert vom Styling sehr an die Motorräder aus den 50er Jahren, dem Autor gefällt es. Wuchtig steht sie auf den dicken 16-Zöllern mit stilechten Weißwandreifen. Vorne zwei Zusatzscheinwerfer und ein großes Windschild. Hinten elegant in die Linie eingefügte Lederkoffer mit eigenen Sturzbügeln. Dazwischen ein Sattel der für eine Weltumrundung taugt, Trittbretter und ein gut in der Hand liegender Lenker. Ergibt insgesamt eine sehr entspannte und bequeme Sitzposition. Aufrechte, leicht nach vorn gebeugte Position, die Arme greifen weit nach außen. Die Beine stellt man ebenfalls leicht nach vorne auf den Trittbrettern ab.


Tempomat?

So old-school wie die Road King Classic sich gibt, ist sie gar nicht. Bei der kurzen Einweisung bemerkt der Harleymitarbeiter: „dies ist die Kontrollleuchte für das ABS und hier aktivierst Du den Tempomat“. Aha! Damit hatte ich nicht gerechnet. Tempomat am Motorrad, braucht doch keiner. ABS gerne, für den Fall der Fälle. Die digitale Anzeige versorgt den Fahrer mit Uhrzeit, Trip A/B, Gesamtkilometer und sogar einer Restreichweite des Sprits, die übrigens hervorragend und verlässlich funktioniert. Ansonsten dominiert der große Tacho auf der Tankkonsole. Noch kurz zu den Eckdaten: fahrfertig bringt die Raod King Classic immerhin 368 kg auf die Waage. Der Motor hat die momentan üblichen 1584 ccm und leistet 60 kw (82 PS). Im täglichen Leben deutlich wichtiger ist jedoch das Drehmoment von 131 Nm bei gerade mal 3.500 U/min. Die Road King hat 6 Gänge, der 6. Gang ist als drehzahlschonender Overdrive ausgelegt. Wer eine Road King Classic sein eigen nennen will, muss mindestens 21.285 Euro über den Tresen schieben. Eine andere Farbe als Schwarz kostet 240 Euro Aufpreis, die 2-farbige Variante 710 Euro.

Cruiserfeeling

Genug der Fakten, ich will mit dem Teil auf die Straße. Der Sattel der Road King ist wirklich so bequem wie er aussieht. Starter drücken und erstmal lauschen. Aber da ist nicht wirklich viel zu hören. Kein heftiges V2-Bollern wie in den 50ern. Dafür wirft sich der V2 im Rahmen hin und her als wolle er rausspringen. Gang rein und los. Mächtig schiebt die Road King aus niedrigsten Drehzahlen los. Bei Vollgas kommt dann doch auch noch der typische Harley-Sound dazu. Klappen im Auspuff machen es möglich. Je nach Stellung des Gasgriffs geben diese mehr oder weniger Querschnitt frei. Weniger bedeutet leises Blubbern, mehr steht für schönes V2-Bollern. Im Stand lässt sich die Road King Classic nicht ganz so einfach rangieren. Hier fordert das hohe Gewicht doch sein Tribut. Einmal in Bewegung spürt man die 368 kg Gewicht der Road King Classic erstaunlich wenig. Die 131 Nm kommen trotz des hohen Gewichts gut klar. Dabei produziert der Motor wenig bis sehr wenig Vibrationen, allenfalls sehr angenehme und wohlige Vibrations. Sofort stellt sich Cruiserfeeling ein: die Beine werden nach vorne abgestellt, der Rücken entspannt sich automatisch, die Geschwindigkeit pendelt sich so um die 100 km/h ein. Alles sehr relaxt und unaufgeregt. Schnell ist der 6. Gang drin, lässiges Dahingleiten ist angesagt. Cruisen eben. Genau dieses Cruiserfeeling will sich für den Beifahrer der Road King Classic ganz und gar nicht einstellen. Der Soziusplatz ist schmal, die Trittbretter für den Beifahrer weit vorne und zu allem Überfluss zwicken die Sturzbügel der Lederkoffer in die Waden. Die Harley Road King ist dann doch eher ein Fall für den Lonesome Rider.

Glück allein

Also geht es alleine weiter. Zuerst wird die Eifel, genauer gesagt der Nürburgring angepeilt. Da ist am Wochenende Motorradgottesdienst mit anschließendem Corso angesagt. Das erste Teilstück geht über die Autobahn, leider ohne Windschild. Das habe ich zuhause gelassen. Und es nach den ersten 15 km schon bereut. Ab 120 km/h geht das relaxte Cruiserfeeling in echte und anstrengende Arbeit über. Der Wind drückt auf den Oberkörper, die Sitzposition bedingt entweder Festklammern am Lenker oder Gegenhalten aus der Körpermitte. Beides ist weder relaxt noch unaufgeregt. Da hilft nur eines: runter mit der Geschwindigkeit und von der Autobahn. Mit Grauen denke ich an die 600 km Autobahnfahrt nach Frankreich, die noch auf mich zukommt. In der Eifel zeigt sich die Road King Classic dann wieder von der besten Seite. Sie lässt sich für ihre Masse unglaublich leicht bewegen. Beschwingt geht es durch weite wie enge Kurven, Haarnadeln und Serpentinen. Hoppla, Cruisen bedeutet nicht schleichen! Wer versucht, mit der Road King heftig in die Kurve zu bremsen wird schnell eines Besseren belehrt. Natürlich wird aus der Harley kein Sportlerschreck. Dazu ist sie zu schwer und das Fahrwerk deutlich zu weich. Aber gerade weil man in dieser Beziehung keine hohen Erwartungen hat, ist man umso mehr positiv überrascht. Wer sich auf die Road King einlässt, wird so manchen hinter sich in Erstaunen versetzen. Kurve anpeilen, Road King umlegen und mit Zug durch die Biegung. Gerne auch im großen Gang. Die Newtonmeter erledigen den Rest. Je länger ich fahre, desto mehr traue ich mir und der Harley zu. Immer in Erwartung die Fuhre heftig aufzusetzen. Aber es tut sich nix. Die Trittbretter bieten eine erstaunliche Bodenfreiheit. In der kompletten Testzeit haben die Bretter gerade 2-mal sanft gekratzt. Die Road King erstaunt mich immer mehr.

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