TECHNISCHE DATEN

ModellG 650 GS Sertao, Bj. 2012 -
HerstellerBMW
KategorieEnduro/Reiseenduro
Zylinder1
Hubraum652 ccm
Leistung35 KW kw
Bei Drehzahl6500 U/Min
Drehmoment60 NM
Bei Drehzahl5000 U/Min
SekundärantriebKette
Anzahl Gänge5
Federweg vorn/hinten210 mm/210 mm
Reifen vorn90/90 R21 54S
Reifen hinten130/80 R17 65S
Sitzhöhe860 mm
Leergewicht193 kg
Trockengewicht177 kg
Zul. Gesamtgewicht380 kg
Tankinhalt14 l

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TESTBERICHTE

BMW G 650 GS Sertao

Bring mich Abenteuer


Bring mich Abenteuer-BMW G 650 GS Sertao


Mit der Sertao bringt BMW die abenteuerlustige Schwester zur GS 650 GS auf den Markt. Der haftet allzu offensichtlich das Label Fahrschul- und Einsteigermotorrad an. Tut ihren Qualitäten zwar keinen Abbruch, ist in Sachen Image aber auch nicht die erste Wahl. Die G 650 GS Sertao soll dies nun ändern. Enduro Bereifung, mehr Federwege und rustikale Erscheinung zielen auf die Abenteuerlust der Klientel. Getreu dem Motto: du musst keine Wüste durchqueren, aber mit mir könntest du es. Also doch Abenteurer statt Einsteiger?

 

Rein optisch trifft die Sertao tatsächlich ins Schwarze. Klassische Enduro Bereifung mit 90/90 R21 vorne und 130/80 R17 hinten. Dazu stolze 210 mm Federweg an Front und Heck. Eine richtig schöne Einzylinderenduro ohne optischen Schnickschnack. Die allerdings erst mal erklommen werden möchte. Die Sitzhöhe ist mit 860 mm ganze 60 mm höher als die der Schwester. Ansonsten sind die Eckdaten beider G 650 GS nahezu identisch. Damit hat die Sertao die guten Gene der Schwester geerbt. Von der Höhe mal abgesehen, findet der Fahrer ein kuscheliges Plätzchen vor. Bedienung und Instrumente sind selbsterklärend, der breite Lenker liegt gut in der Hand. Man sitzt aufrecht und sehr bequem. Der Tank baut schmal, sein Inhalt von 14 Litern ist für die Wüstendurchquerung eher dürftig. In Mitteleuropa kommt man damit – je nach Fahrweise – 300 bis 400 Kilometer weit. So gesehen braucht wahrscheinlich der Fahrer eher eine Pause als die Sertao. Preislich liegt die G 650 GS Sertao bei 7.650 Euro. Und damit 750 Euro teurer als die Schwester und 100 günstiger als die XT660Z Ténéré von Yamaha. ABS ist optional zu haben, dann kommen nochmal 404 Euro obendrauf.


Als Antrieb dient der altbekannte 652 Kubik große Einzylinder. Der bringt es auf 48 PS Spitzenleistung und 60 NM Drehmoment. Wer hier auf Made in Germany hofft, wird enttäuscht. Der Motor kommt von einem Zulieferer aus China. Ab 3.000 Umdrehungen produziert der Single verwertbare Leistung und dreht willig bis in den Begrenzer. Alles grundsätzlich in Ordnung, allerdings auch ein wenig brav. Wir vermissen den typischen kraftvollen Antritt bei mittleren Drehzahlen und hätten zugunsten dessen gerne auf etwas Drehfreude verzichtet. Andererseits ist die Leistungsentfaltung jederzeit kontrollier- und beherrschbar. Die Laufkultur geht insgesamt in Ordnung, zwar sind die Arbeitstakte stets spürbar, aber meilenweit davon entfernt den kompletten Fahrer in den Kribbelstatus zu degradieren. Gleiches gilt für den Sound. Leise und im Hintergrund sonor bollernd, nett halt. Eine KTM zeigt was geht und erteilt der G 650 GS Sertao soundmäßig eine Lehrstunde. Geschaltet wird über ein 5-Gang-Getriebe. Die Schaltbox funktioniert weitgehend zuverlässig und ohne großes Getöse. Weniger schön sind die langen Schaltwege. Speziell im 5. Gang hat der Schalthebel unglaublich viel Spiel. Man ist ständig versucht in den nicht vorhandenen 6. zu schalten.

Die Domäne der Sertao ist eindeutig die Landstraße. Hier spielt sie ihr niedriges Gewicht und das fahrradgleiche Handling aus. Wenn auf engem Geläuf die Leistung eine untergeordnete Rolle spielt, trumpft die Kleine Abenteuer-BMW groß auf. Die langen Federwege schlucken auch derbe Unebenheiten und lassen die Sertao lässig ihre Bahn ziehen. Es macht einen riesigen Spaß die 650er von einer Schräglage in die andere zu werfen. Die Radien können gar nicht eng genug sein, die BMW macht alles mit. Dabei liegt sie sehr stabil auf der Straße und folgt präzise der vom Piloten vorgegebenen Linie. Erst harte Bremsmanöver bringen Unruhe ins Fahrwerk. Dann taucht die Gabel tief ein und reagiert die Fuhre träge. Flüssiger Fahrstil liegt der Sertao eher, dann ist sie in ihrem Element und fährt so manchem Möchtegernsportler davon. Zumindest bis zur nächsten Gerade oder Steigung. Dann stößt sie leistungsmäßig an ihre Grenzen. Auch im 2-Personen-Betrieb ist das Temperament deutlich gedämpft. Dies gilt aber selbstverständlich nicht nur für die Sertao sondern für die meisten Mopeds in der 50-PS-Klasse.

Fahrzit

Auch wenn die BMW G 650 GS Sertao im Abenteueroutfit daher kommt, ist sie insgesamt eher braver und verlässlicher Alltagsbegleiter. Ihren Qualitäten tut dies keinen Abbruch. Der Motor bietet ein breites Drehzahlband, ist günstig im Verbrauch und akustisch ein Leisetreter. Die Sitzposition ist bequem, das Handling super easy. Was fehlt ist ein wenig das kernige. Ein etwas aggressiverer Sound würde wahrscheinlich schon helfen – und etwas Abenteuer in den Alltag bringen.

 

773 5 bei 1
 

BILDER BMW G 650 GS SERTAO

BMW G 650 GS Serta...
BMW G 650 GS Serta...
BMW G 650 GS Serta...
BMW G 650 GS Serta...
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