TECHNISCHE DATEN

ModellF 650 GS, Bj. 2004-2007 (0172)
HerstellerBMW
KategorieEnduro/Reiseenduro
Zylinder1
Hubraum652 ccm
Leistung37 kw
Bei Drehzahl6500 U/Min.
Drehmoment60 NM
Bei Drehzahl4800 U/Min.
SekundärantriebO-Ring-Kette
Anzahl Gänge5
Federweg vorn/hinten170/165
Reifen vorn100/90-S19
Reifen hinten130/80-S17
Sitzhöhe780 mm
Leergewicht192 kg
Trockengewicht175 kg
Zul. Gesamtgewicht380 kg
Tankinhalt17.3

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TESTBERICHTE

BMW F 650 GS

Eine für alles


Eine für alles -BMW F 650 GS


Die F 650 GS hat ein schweres Erbe anzutreten. Ihre Vorgängerin hat sich über 60.000 mal verkauft. Doch die Neue ist bestens gerüstet.

Die Optik macht sie erwachsender

Pünktlich zum Verkaufsstart beglückte Richard Sainct BMW mit dem Sieg bei der Rallye-Paris-Dakar auf einer F 650 GS. Freilich hat die von Richard Schalber aufgebaute Rallye-Version, außer dem blau-weißen Markenemblem auf dem Tank, mit der Serie nichts mehr gemeinsam. Die Ähnlichkeit zur größeren Schwester R 1150 GS ist hingegen deutlich und kein Zufall. Die F 650 GS will alles etwas besser können als ihre Vorläuferin und fast so gut wie die großen Boxermodelle - daher das Zusatzkürzel "GS". Dabei stimmen die Basisdaten mit der seligen F 650 überein: Einzylindermotor mit 652 cm3, Telegabel - kein Telelever wie bei den Boxern - 19-Zoll-Vorderrad und 17 Zoll auf der Hinterhand. Der Rest aber ist völlig neu. Schon die Optik macht die F 650 GS wesentlich erwachsener. Sie wirkt solider und eleganter, den Plastikcharme hat sie abgelegt. Die Cockpitverkleidung wirkt futuristisch, die Linienführung des Tanks und der Sitzbank frisch und schwungvoll gestaltet.


Ein bisschen optische Täuschung ist allerdings auch dabei, denn unter der Tankattrappe befindet sich der Öleinfullstutzen und viel Elektronik, aber kein Sprit. Der wanderte unter die Sitzbank, um einen günstigeren Schwerpunkt zu erzielen. Die Abgase entfleuchen dem Motor nun über zwei Auspuffrohre. Den markanten Entenschnalbel über dem Vorderrad erbte die F 650 GS von der Boxer-Enduro, der Rahmen ist hingegen eine Neukonstruktion. Ohne Knick verlaufen nun die rechteckigen Rahmenrohre aus Stahl um den Motor herum zum Lenkkopf. Besonders erfreulich: die niedrige Sitzbank blieb erhalten, auf dass auch weiterhin ein hoher Anteil der F 650-Käufer weiblich sein möge. Die Sitzposition erweist sich als ausgesprochen bequem und die Ergonomie zwischen dem hohen Lenker, der Sitzbank und den Fussrasten wäre beinahe perfekt, wenn die Rasten nicht so dicht am Rahmen liegen würden und der Abstand zwischen Schalthebel und Raste etwas weiter ausgefallen wäre. Fahrer ab Schuhgröße 43 bekommen arge Schwierigkeiten, ihren Fuß unter den Hebel zu klemmen.

 

Handlich und komfortabel

Wer die alte F 650 kennt, wird beim ersten Kontakt mit der Nachfolgerin erstaunt sein: kein unwilliges Kettenschlagen unter 3000 U/min, sauberer Durchzug schon kurz über dem Standgas - das allerdings mit 1500 U/min ungebührlich hoch ausgefallen ist. Der Grund: die F 650 GS ist die erste Einzylinder-Enduro mit Einspritzung. Und nicht nur das: Sie verfügt über einen G-Kat - auch in dieser Motorradsparte möchte sich BMW umweltfreundlich zeigen. Schützenhilfe bekamen die Motorradkonstrukteure von der BMW M GmbH. Das Konzept des Zylinderkopfs findet sich auch genauso im Sportwagen M3 wieder. Stramme 50 PS wuchtet der Single bei 6500 U/min auf die Kurbelwelle. Das sind zwar nur zwei PS mehr als bisher, aber Beschleunigung und Durchzug verbesserten sich deutlich. Von 0 auf 100 km/h vergehen 4,9 Sekunden, im fünften Gang benötigt sie 8,3 Sekunden um von Tempo 60 auf 120 zu spurten. Fast noch erfreulicher: den Begriff Vibrationen kennt die BMW nur ansatzweise. Um ihren Anspruch als High-Tech-Motorrad gerecht zu werden, kann die F 650 GS auch mit ABS geordert werden. Allerdings gegen Aufpreis von 980 Mark. Das war für unsere Testmaschine wohl etwas zuviel verlangt, und deshalb fand sich bei ihr dieses vorteilhafte System nicht wieder. Kunden aber, die ihrer Sicherheit zu liebe tiefer in die Tasche greifen, werden nie wieder von einem blockierenden Vorderrad geschockt werden. Und wie fährt sie sich nun? Kurz gesagt: auch nicht anders als ihre Vorgängerin. Was als ausdrückliches Lob zu verstehen ist. Handlich wieselt sie um jegliche Kurve, komfortabel befördert sie Fahrer und Sozius auch über lange Distanzen. Dabei begnügt sie sich im Schnitt mit 4,9 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern. Gewöhnungsbedürftig ist die Startprozedur: der Starterknopf muss ein paar kreischende Kurbelwellenumdrehungen gehalten werden, bevor der Motor anspringt. Der Rechner der Einspritzanlage braucht etwas Zeit, um alle wichtigen Daten zu sammeln, erst dann gibt er den Zündfunken frei. Erst mal in Fahrt, erweist sie sich als angenehme Reise- und Alltagsmaschine, sogar Feldwege stellen für sie und die Pirelli MT 80 Reifen kein Problem dar. Nur grobes Gelände sollte die GS meiden. Für diesen Einsatzbereich hat BMW die F 650 GS Dakar konzipiert mit mehr Federweg, 21-Zollvorderrad, mehr Bodenfreiheit und Handprotektoren für den Fall der Fälle. Der Bestseller F 650 hat einen würdigen Nachfolger erhalten, der allein von seinen Vorgaben gute Chancen hat, den Verkaufserfolg noch zu übertreffen. Auch der Preis von 12.950 Mark wird daran nichts ändern können.

 

Text & Fotos: Ingo Gach

 

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BILDER BMW F 650 GS

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BMW F 650 GS

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