KTM Motorrad

Die österreichische Motorradschmiede, findet ihren Ursprung in einer, 1934 von Hans Trunkenpolz in Mattighofen/Innviertel gegründeten, Schlosserwerkstatt. Bereits 1952 träumt der Gründer davon, ein eigenes Motorrad zu bauen, was 1953 in Form des ersten KTM-Bikes Realität wird. Die "R 100", nach Trunkenpolz' damaligem Kollegen "Moser" benannt, entsteht als Prototyp mit einem 98ccm-Motor (aus dem Rotax-Werk Gunskirchen). Im selben Jahr gründet Trunkenpolz mit seinem neuen Kompagnon Ernst Kronreif die KTM-Motorfahrzeugbau-KG (Kronreif-Trunkenpolz-Mattighofen). Kurz darauf beginnt im Mattighofener Werk mit 20 Mitarbeitern die Serienproduktion: Durchschnittlich drei Motorräder verlassen täglich die Halle. Kühler, Bremsen und diverse Komponenten werden vor Ort produziert, Motoren liefert weiterhin Rotax. 1954 fertigt Kronreif-Trunkenpolz-Mattighofen das tausendste Motorrad.

Frühe Rennsiege:

KTM 1962

Auch im Rennsport ist die Marke von Anfang an erfolgreich: 1954 gewinnt ein KTM Motorrad die österreichische Staatsmeisterschaft in der 125ccm-Klasse. Im darauffolgenden Jahr geht bei der "Internationalen-Alpenfahrt" die neu entwickelte "Tourist" (mit fußgeschaltenem Dreigang-Rotax-Motor) erfolgreich an den Start. Dank ihrer Vollverkleidung, werden KTM Sportmotorräder mit MV Agusta Motoren die Sensation des ersten Rupert-Hollaus-Gedächtnisrennens im Mai 1955 bei Salzburg: Gründersohn Erich Trunkenpolz und Paul Schwarz belegen die ersten beiden Plätze. Ein internationaler Sieg folgt im Jahr 1956, als Egon Dornauer die Goldmedaille beim "Six-Days"-Rennen gewinnt. Ab 1957 erringt Erwin Lechner dank des neuen Motorkonzepts von Ludwig Apfelbeck einen Offroadsieg nach dem Anderen. Sportmodell "Trophy" und der erste Mopedroller "Mecky" debütieren.

Ein KTM Motorrad als Erfolgsgarant

KTM 640 LC4 SC

1964 wird das fortan erfolgreiche Werksteam gegründet, das regelmäßig Weltmeistertitel feiert. 1974 gewinnt Gennadij Moiseev erstmalig die 250ccm-Weltmeisterschaft für KTM (Beginn der Serienproduktion der 250ccm-Modelle).
Die KTM-Firmenchronik liest sich wie eine Erfolgsgeschichte des Rennsports. Jährlich wird mindestens ein Enduro-Weltmeistertitel errungen. Deshalb liegt auch ein Entwicklungsschwerpunkt in diesem Segment. So folgt 1981 der erste wassergekühlte 125-MX-Motor, 1982 die Hinterradfederung. Ebenfalls 1982 führt KTM als erster Anbieter wassergekühlte Viertaktmotoren ein. 1986 folgen Scheibenbremsen an beiden Rädern. Bei dem "Six-Days"-Rennen in Italien siegt KTM in allen Klassen.

Insolvenz und Neubeginn:

Nachdem das Unternehmen 1991 Insolvenz anmelden muss, entstehen im Folgejahr vier neue Unternehmen. Eines davon, die KTM-Sportmotorcycle-AG setzt den Bau der typischen KTM Enduros fort und zählt zu den erfolgreichsten Produzenten im Motocross-Bereich. Mit ihrem neuartigen "hard-enduro"-Konzept und einem speziellen Design, startet die Firma eine neuerliche Erfolgsstory. Nachdem ab 1994 die Duke-Serie als Straßenmodell gebaut wird, gibt es 1996 den ersten der legendären LC-4-Motoren. 1997 folgt die Markteinführung der LC-4-Supermoto und LC-4-Adventure.

Weiterhin Rennerfolge en masse:

KTM Red Bull Racing

KTM feiert Jahr für Jahr zahlreiche Titel, sowohl in den Fahrer- als auch in den Konstrukteurswertungen. Diverse Weltmeistertitel im Enduro- und Cross-Segment sowie Siege bei allerlei Prestige-Rennen krönen den unglaublichen Erfolg der KTM Motorrad Schmiede. So belegt die Marke zum Beispiel bei der 20. Ralley Paris-Dakar (1998) alle Plätze zwischen dem zweiten und dem zwölften.

 

 

 

 

 

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